18.03.2019

Der fundamentale Wandel findet statt, immer!

Digitalisierung, IoT und Industrie 4.0 bei Haas Schleifmaschinen

Marie-Sophie Maier-Wember, Produktmanagerin Multigrind® Horizon und Mitglied der Geschäftsleitung, sieht Haas Schleifmaschinen perfekt vorbereitet für die Herausforderungen einer fortschreitenden Produktionsautomation, dem Internet der Dinge und den bevorstehenden Wandel hin zur vierten industriellen Revolution. Unsere Multigrind® Schleifmaschinen sind die perfekte Hardware für die Zukunft dank der Leistungsfähigkeit der eigenen Multigrind® Horizon Software.

Haas Schleifmaschinen: Marie-Sophie Maier-Wember, Produktmanagerin und Mitglied der Geschäftsleitung, sieht durch die Vernetzung von Maschinen eine signifikante Verbesserung von Produktionsprozessen, die immer weiter fortschreitet.

Trossingen –  Der Mittelständler Haas Schleifmaschinen sieht die Digitalisierung nicht als Bedrohung, sondern als Chance. Bereits 1998 war dem Trossinger Maschinenbauer klar wo die Reise hingeht.


„Haas Schleifmaschinen hat schon vor 20 Jahren realisiert, dass der Maschinenbau vor einem fundamentalen Wandel steht. Ohne intelligente Software und Algorithmen ist selbst die ausgefeilteste Schleifmaschine hilflos. Wir haben bereits 1998 erkannt, dass wir nur mit einer eigenen Software in der Lage sein werden uns als Innovationsführer an die Spitze der Branche zu stellen. Deshalb freue ich mich auch über die immer komplexer werdenden Wünsche unserer Kunden.“ sagt Marie-Sophie Maier-Wember.
 

Frau Maier-Wember, dass Haas Schleifmaschinen sich als führende Quelle für Schleiftechnologie versteht, wurde auf der letzten GrindTec in Augsburg deutlich demonstriert. Wie bei vielen anderen Herstellern standen auch bei Haas die Multigrind® Schleifmaschinen auf dem Messestand im Vordergrund. Jetzt lernen wir, dass die Software der Innovationstreiber ist und die Maschine zum Befehlsempfänger wird?
 

Marie-Sophie Maier-Wember: „Man muss sich nicht an Aristoteles erinnern um zu realisieren: Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile. Wir haben uns bei Haas Schleifmaschinen schon lange nicht mehr als klassischen Maschinenbauer verstanden, sondern immer versucht mit allen Möglichkeiten die Grenzen des Machbaren zugunsten unserer Kunden zu verschieben. Und das nicht nur mit HighTech Schleifmaschinen sondern auch mit einer eigenen Maschinensteuerung. So gesehen agieren wir auch wie ein StartUp. Beide Teile des Unternehmens, der Maschinenbau wie die Softwareentwicklungen haben sich zu einer eigenen Haas DNA entwickelt. Das unterscheidet uns vom internationalen Wettbewerb deutlich.


Was treibt einen traditionellen Mittelständler aus Trossingen zu diesem nicht gerade risikofreien Schritt zur eigenen Softwareentwicklung?


Marie-Sophie Maier-Wember: Auf dem Weg zur perfekten Universalschleifmaschine haben wir früh erkannt, dass in der Digitalisierung genau das Potential steckt das unsere Kunden weiter voranbringen wird.  Drei Treiber steuern in der Schleiftechnologie diese Entwicklung: Kunde, Schleifmaschine und Software. An aller erster Stelle sind es die Wünsche unserer Kunden, die uns herausfordern. Diese sehen wir als Schrittmacher für den fundamentalen Wandel in unserer Branche. Mit jedem realisierten komplexen Kundenwunsch verschieben wir unsere Technologie in Richtung Zukunft. Wir haben schon lange den Eindruck, dass Haas Schleifmaschinen als FUTURE HUB in der Branche fungiert. Was unmöglich erscheint bekommen die Tüftler in Trossingen auf die Straße. Ohne eine exzellente Schleifmaschine wäre das undenkbar und ohne den kompletten Einfluss auf die Softwaresteuerung, nicht in dieser Form realisierbar. Genau das haben wir auf der GrindTec im vergangenen Frühjahr gezeigt. Und was sich bei Haas Schleifmaschinen innerhalb eines Jahres bewegt, davon können sich unsere Kunden live auf unserer umfangreichen Hausmesse, dem GrindDate vom 8. – 10. Mai in Trossingen überzeugen.

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FUTURE NOW bei Haas Schleifmaschinen auf der GrindTec 2018


Frau Maier-Wember, ist die Branche nicht überfordert und verunsichert vom technologischen Wandel? Sie beschreiben ihre Kunden eher als Technologie Antreiber?
 

Marie-Sophie Maier-Wember: „Jeder unserer Kunden steht vor der permanenten Herausforderung seine Prozesse zu optimieren um wettbewerbsfähig zu bleiben. Haas Schleifmaschinen bedient hier, dank der Multigrind® Baureihe im Zusammenspiel mit der Multigrind® Horizon Steuerungssoftware, das Premium-Segment. Wir müssen Kundenwünsche identifizieren – noch bevor unsere Kunden diese an uns herantragen. Hier ein aktuelles Beispiel zur Verdeutlichung:

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Wir hätten unserem Kunden niemals diese sensationelle Passgenauigkeit anbieten können, wenn wir nicht schon vorher einen Lösungsweg durchgespielt und getestet hätten.
 

Ein beeindruckendes Beispiel Frau Maier-Wember, aber doch eher in der Tradition eines fortschreitenden Verbesserungsprozesses. Oder sehen Sie darin auch die zukunftsweisende Entwicklung in Richtung Internet of Things?


Marie-Sophie Maier-Wember: „Ja das stimmt, zumindest auf den ersten Blick. Aber es lohnt ein zweiter Blick um festzustellen, dass die Passgenauigkeit nur durch ein stringentes digitales Konzept ermöglich wurde. Unsere Strategie ist darauf ausgerichtet, dass die Maschinenbedienbarkeit selbst bei diesem Hightech-Beispiel fehlerfrei von jedem gelernten Facharbeiter geleistet werden kann. Unsere Multigrind® Schleifmaschine kommuniziert mit seinem Anwender und selbstverständlich auch mit anderen Maschinen. Die Multigrind® weiss genau über sich selbst Bescheid und teilt ihr »Wissen« mit dem Ziel fortschreitender Optimierung der Produktion. Unsere Kunden fordern Beherrschbarkeit und Reproduzierbarkeit von Ergebnissen. Ohne die eigenen Erkenntnisse der Schleifmaschine wäre das unmöglich. Wie in jeder guten Beziehung ist Kommunikation die Grundlage sein Gegenüber zu verstehen. Wo er gerade steht, welche Probleme ihn beschäftigen, wie er sich verbessern kann und wann es Zeit wird rechtzeitig gegenzusteuern.
 

An Produktionsabläufen wurde doch schon immer herumgetüftelt und optimiert. Wo ist der Unterschied? 


Marie-Sophie Maier-Wember: Das Beispiel zeigt auf wo wir aktuell stehen. Es ist nur ein Indiz dessen womit wir uns heute und in naher Zukunft beschäftigen werden. Aber vielleicht muss man tatsächlich das, was als da als Revolution angekündigt wird einmal sachlich betrachten. Mit der vierten industriellen Revolution stehen wir vor einem Wandel wie wir zukünftig Produkte herstellen. Aber den technologischen Wandel hat es immer schon gegeben. Die Dampfmaschine hat die Handarbeit ersetzt, die Fließbandfertigung die Produktionskapazitäten vervielfacht, die Informationstechnologie die Digitalisierung eingeleitet, jetzt vernetzen wir alle Dinge um unsere Arbeit noch besser zu organisieren und im Fertigungsprozess in Echtzeit zu lernen und zu handeln. Die sogenannte industriellen Revolution 4.0 ist für Haas Schleifmaschinen eine Evolution.

Wir erleben die Digitalisierung hautnah auch in unserem Alltag. Sicher, das verursacht Ängste, aber auch Aufbruchstimmung. Wir lernen täglich uns besser zu organisieren und wollen auf digitale Errungenschaften nicht mehr verzichten. Dieser Wandel wird sich in unserem Arbeitsalltag ebenfalls vollziehen und es ist die wichtigste Aufgabe eines Unternehmens gemeinsam mit seinen Mitarbeitern diese Veränderungen zu gestalten. Das funktioniert bei uns sehr gut. Den Unterschied macht immer noch der Mensch. Die Quelle neuer Anforderungen versiegt nie und lösen können wir dies nur mit KnowHow. Zukünftig im Austausch zwischen Maschine und Menschen, aber niemals ohne ihn.
 

Frau Maier-Wember wir bedanken uns für das Interview und freuen uns auf weiter zukünftige Interviews.


Dieser Blogbeitrag hat sie inspiriert? Haben Sie konkrete Wünsche und individuelle Anforderungen zum Thema Digitalisierung mit denen Sie uns herausfordern wollen. Wir freuen uns darauf.

Sende Sie uns einfach eine E-Mail, greifen Sie zum Telefon oder kommen Sie zum GrindDate.

Die Autorin

Zita Bader

Zita Bader ist im Bereich Marketing und Kommunikation der Haas Schleifmaschinen GmbH tätig.

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